Katzen: die einen lieben sie, die anderen hassen sie (sogenannte Hundemenschen). Ich habe selbst zwei Exemplare zuhause. Die beiden gehören wohl zu den „Europäisch Kurzhaar“, einer Katzenrasse, die als pflegeleicht beschrieben wird und sowohl in der Wohnung als auch als „Freigänger“ gehalten werden kann. Sie sind anhänglich, sensibel, verschmust, als Freigänger robust und aufgeweckt. Etwas anders sieht das bei den Rassenkatzen aus, besonders bei so exotischen Tieren wie der Nacktkatze oder dem Perser.
Edles Getier- Nacktkatzen, Savannah und Co.

Der Perser – gemütlich und haarig

Die Perserkatze ist eine der ältesten Rassekatzen. Sie zeichnet sich durch einen mittelgroßen Körperbau aua mit kurzen Beinen und großen, runden Pfoten. Der Kopf ist breit, die Nase ist nach Zuchtrichtlinien kurz und breit, fast schon eingedrückt. Dies kann häufig zu Atemnot führen, zu verstopften und damit leicht infizierbaren Tränenkanälen. Verantwortungsvolle Züchter versuchen daher diese Qualzucht durch Zucht einer längeren Nase zu vermeiden.
Besonders auffällig ist natürlich das lange, weiche Deckhaar der Tiere. Eine Perserkatze sollte alle zwei bis drei Tage gründlich gekämmt werden, um Knoten und Verfilzungen des Fells vorzubeugen.
Ansonsten ist diese Katzenrasse äußerst gemütlich, fast schon träge und somit wunderbar als Hauskatze ohne Freilauf geeignet. Ein Perser kostet mit Stammbaum ab ca. 300 Euro, anhängig von der Farbe und der Reinrassigkeit.

Die Sphynx-Katze – haarlos und anhänglich

Die Sphynx-Katze ist eine sogenannte Nacktkatze, ein haarlose kanadische Katzenrasse. Schon die Azteken haben haarlose Katzen gehalten, allerdings stammt die heutige Zuchtlinie aus den 60er Jahren von einer natürlich mutierten Katze ab. Diese Tiere sind allerdings nicht ganz haarlos, ein leichter, weißer Flaum bedeckt die Haut. Wenn man sich eine Nacktkatze kaufen möchte, sollte man darauf achten, dass die Katze noch Tasthaare besitzt. Ansonsten handelt es um Qualzucht, da die Katze ohne Tasthaare sich nicht ausreichend orientieren kann. Ihr fehlt sozusagen ein Sinnesorgan.
Die Sphynx-Katze ist sehr anhänglich und äußerst intelligent. Auch sie ist eher als Hauskatze geeignet, da sie durch das fehlende Fell nicht ausreichend vor UV-Strahlung geschützt ist. Sie benötigt ansonsten keine besondere Pflege. Sphynx-Katzen kosten zwischen 500 und 1000 Euro, besondere Exemplare können aber auch mal bis zu 2500 Euro kosten.

Die Savannah-Katze – temperamentvoll und wild

Die Savannah ist eine Kreuzung aus Serval und Hauskatze. Sie kennzeichnet sich durch ihren langen, schmalen Körperbau aus, ihre sehr großen Ohren und die schwarz-braune Fellzeichnung, die an einen Luchs erinnert. Sie gelten als verspielt und gesellig und sollten auf jeden Fall als Freigänger gehalten werden. Sie verfügen über eine schnelle Reaktionsfähigkeit und sind in der Lage, aus dem Stand zwei Meter hoch zu springen. Auch diese Rassekatze ist sehr pflegeleicht. Gelegentliches Kämmen ist ausreichend. Die Preise für eine Savannah starten bei ca. 1000 Euro, können aber je nach Zucht bis zu 7000 Euro betragen.

Bei der Anschaffung einer jeden Rassekatze ist zu beachten:

  • Die Tiere sollten geimpft und entwurmt sein, mit aktuellem Gesundheitszeugnis. Der Züchter muss ihnen den Stammbaum mitgeben
  • Der Züchter sollte einem Verein angehören
  • Seriöse Züchter achten auf Wurfpausen

Wenn Sie sich die Katze das erste Mal anschauen, achten sie auf folgende Punkte:

  • Die Kitten sollten bei der Mutter sein
  • Sie sollten gesund und aufgeweckt aussehen und natürlich sauber sein. Achten sie auf Fell, Augen und Bewegungen der Katze
  • Die Katzen sollten nicht zu früh abgegeben werden, in der Regel zwischen 9 und 12 Wochen. Bietet Ihnen der Züchter an, die Tiere früher abgeben zu können , sollten Sie vom Kauf Abstand nehmen
  • Rassekatzen sind teuer. Wenn Ihnen Tiere zum Schnäppchenpreis angeboten werden, nicht kaufen! Die Tiere haben entweder Krankheiten, stammen aus einer Qualzucht oder sind nicht reinrassig.

Foto von: photocreo – Fotolia

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