Issey Miyake
Miyakes Modeschaffen steht im Zeichen von poetischer Phantasie und subtilen Entwürfen, die einen hohen Tragekomfort haben. Mit diesen Merkmalen ausgestattet signalisieren sie einen zeitlosen Wert, abseits von schnellen Modetrends und Strömungen.
Nach seinem Schulabschluss studierte Issey Miyake Kunst in Tokio und arbeitete im Anschluss unter anderem bei Givenchy in Paris. Im Jahre 1970 gründete Miyake sein eigenes Studio, das Miyake Design Studio. Im Jahr darauf folgte die Vorstellung seiner ersten Kollektion in New York. Issey Miyake verstand es, in seinen folgenden Prêt-à-Porter-Kollektionen westliche und östliche Einflüsse erfolgreich miteinander zu verbinden. In seinen Entwürfen offenbarte sich stets die japanische traditionelle Kulturform gepaart mit spezieller Technologie. Seine besonderen Techniken wandte er auf leichte Textilien an, die er wickelte, faltete oder schichtete. Die Ergebnisse wurden als Körperskulptur gelobt und fand großen Beifall in der Modeszene. Im Jahr 1989 veröffentlichte Miyake seine Plisseefalten-Kollektion, die seine Popularität als Designer weiter steigerte. Weltweit waren die Entwürfe von Miyake gefragt, die besonders wegen ihres hohen Tragekomforts geschätzt wurden. Der japanische Modedesigner entwarf 1992 auch eine eigene Duftlinie, das „L’Eau d’Issey“, das mittlerweile zu den Klassikern auf dem Markt gehört.
Issey Miyakes Hang zum Außer- und Ungewöhnliche kam besonders in seinen Laufsteg-Shows zum Ausdruck. So ließ er seine Mode unter anderem von achtzigjährigen Models vorführen. Auch die Wahl der Orte seiner Modevorführungen fiel aus dem üblichen Rahmen. So veranstaltete er beispielsweise einen Catwalk in einem Schwimmbecken. Schließlich fand im Jahr 1999 Miyakes letzte Vorführung statt, in der er eine Kollektion aus nahtlosen Sekundenkleber-Entwürfen an der Kunsthochschule in Paris zeigen ließ. Danach zog er sich von den Catwalk-Veranstaltungen zurück. Issey Miyake widmet sich heute der Textilforschung.


