Ein Besuch im Kino kann in Köln zukünftig besonders luxuriös ausfallen. Im ehemaligen Residenz-Kino soll mit der „Astor Film Lounge“ ein Lichtspielhaus der besonders edlen Art einziehen.

Das Kino „Residenz“ in Köln galt seit den 1950er Jahren als eines der größten der Stadt und auch heute erinnert das Ambiente noch an damalige Zeiten. Kombiniert mit einem modernen Lounge-Charakter soll bereits in vier Monaten in den alten Sälen ein neuer Filmpalast entstehen und besonders das gut betuchte Publikum ab 40 in die Vorstellungen locken. Dafür setzt man auf eine anspruchsvolle Filmauswahl und will beispielsweise mit Filmklassikern von Roman Polanski, Woody Allen oder Nicholas Ray ein gehobenes Unterhaltungskino anbieten. Außerdem kann man sich, ähnlich wie im „Astor“ in Berlin, auch in Köln medienwirksame Filmpremieren vorstellen.

Kino mit Lounge-Charakter und Cocktail-Bar

Um dem Kino das gewisse – und vor allem das luxuriöse Etwas zu verleihen, werden die Sitzplätze besonders großzügig und weiträumig gestaltet und mit extra komfortablen, verstellbaren Liegesesseln versehen. Die Gäste werden von einem Türsteher begrüßt und können ihre Jacken und Mäntel an einer Garderobe abgeben. Vor dem Hauptfilm bekommt der Besucher vom Platzservice je nach Wunsch Wein, Bier oder auch kalte Speisen direkt an den Platz serviert. Außerdem lädt eine Cocktail-Bar zum Verweilen und Genießen ein. Mit Ticket-Preisen zwischen 10 und 16 Euro, werden die Vorstellungen zwar teurer ausfallen, als in einem herkömmlichen Kino, dafür machen der exklusive Service und das elegante Ambiente den Kinobesuch aber auch zu einem wahren Luxus-Erlebnis.

Das Luxus-Kino: Eine lohnenswerte Investition?

Insgesamt sollen drei Säle mit je 300, 150 und 40 Plätzen entstehen, in denen man auf bis zu 14,5 Meter breiten und 6,2 Meter hohen Leinwänden die ausgewählten Filme betrachten kann. Analoge Projektoren, sowie neueste digitale Technik ermöglichen eine einwandfreie Filmqualität und ein ausgeklügeltes Licht- und Raumkonzept, sowie viel Farbe sorgen für ein stilvolles Ambiente zum Wohlfühlen. Alles in Allem sollen 2,8 Millionen Euro in die Neugestaltung fließen, die jedoch mit einer erwarteten Besucherzahl von rund 150 000 Zuschauern pro Jahr eine lohnenswerte Investition darstellen würden. Da in den letzten Jahren einige große Kinos in Köln geschlossen haben, sieht sich das „Astor“ auch einer geringen Konkurrenz ausgesetzt und besetzt mit dem Luxus-Konzept ohnehin eine Alleinstellung am Markt.

Ähnliche Beiträge