Geldanlagen sind immer interessant für Leute, die viel davon haben – Fossilien sind nicht mehr nur wertvoll für Forscher, sondern auch für gut betuchte Privatsammler.

Wie ich neulich im Radio beim Deutschlandfunk vernahm, interessieren sich zunehmend Sammler für „alte Knochen“, in renommierten Auktionshäusern, wie zum Beispiel Christie’s, werden also Dinosaurierskelette und Fossilien für richtig viel Geld angeboten und Museen und Universitäten können bei ihren schmalen Budgets kaum mehr mithalten…
Wenn ich mir allerdings vorstelle, wie ein, sagen wir 7,5 Meter langes Skelett von ungefähr vier Meter Höhe einen neuen Besitzer findet, frage ich mich: Wo bringt man sowas unter? Da muss man unter Umständen gleich noch in einen Lager- oder Schauraum investieren 😉

Das Auktionshaus Christie’s in Paris hat sozusagen eine Markterweiterung aufgetan: Fossilien, Meteoriten und Mineralien. Denn, wenn man heute so einen Fund macht, wandert so ein fossiler Fund wegen der Denkmalschutzverordnungen eigentlich sofort in den Besitz einer nationalen Behörde, also kann man als Privatsammler heute nur Stücke ankaufen, die im 18. oder 19. Jahrhundert entdeckt wurden. Ein versteinerter Fisch oder ein gut erhaltener Trilobit kann schon eine vierstellige Summe einbringen. Ähnlich wie bei Grafiken oder Zeichnungen macht es sich unter Umständen auch bemerkbar, aus welcher Sammlung die Fundstücke sind…

Aber auch hier gilt, wie bei Antiquitäten oder Bildern: Vorsicht vor Fälschungen. Mit ein bisschen Geduld und Speckstein, Leim und Sprühlack kann man so ein Fossil für ein ungeübtes Auge schon ziemlich überzeugend imitieren.
Also nicht bei ebay oder auf Auslandsreisen in Versuchung kommen 😉 auch wenn es hierbei meistens „nur“ um Beträge von 500 bis 4000 Euro geht, selten mehr, wäre ja trotzdem ärgerlich. Es ist so, das dieser Markt für „alte Knochen“ noch nicht lange existiert, so dass viele Fälschungen recht dilettantisch daherkommen, aber wenn sich dieser Markt gut entwickelt, könnte das schnell anders werden…
Die erste Versteigerung dieser Art in Europa hat im vergangenen Jahr statt gefunden, unter anderem war auch ein vollständiges Mammut im Angebot, das dann mehr als 300.000 Euro einbrachte.

Ist schon erstaunlich, was schwankende Aktienkurse und Rezessionsangst so auslösen 😉

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