Vivienne Westwood lässt Rock auf Tradition krachen. Sex stößt auf Spießertum und Avantgarde wird geschickt mit Nostalgie verknüpft.

Nicht nur ihre Mode erfährt eine große Inszenierung. Sie selbst ist in der Öffentlichkeit bereits eine Selbstinszenierung und wirkt wie eine Erscheinung. Dennoch wirkt sie greifbar nah und das macht ihre Mode auch aus. Sie wirken einerseits wie vergessene Stücke aus vergangenen Zeiten und doch sind sie mehr als zeitgemäß, fast futuristisch. Ihre Mode ist ein einziger Rausch durch die Stile und Zeiten der Weltgeschichte, in der sie immer hin und her springt. Und lange galt sie als die „Queen Of Punk“, die sie aber längst nicht mehr ist und auch sein will. Die Engländerin kann mit Sicherheit in einem Atemzug mit bedeutenden Modedesignern, wie Yves Saint Laurent, Giorgio Armani, Karl Lagerfeld und Christian Lacroix genannt werden, denn sie gehört inzwischen zu den wichtigsten Modemachern von Heute. Sie sammelt, kombiniert und kreiert und schafft wunderbare Hybride der Mode. Von flamboyanten Farben bis hin zum Nude-Look, experimentiert sie mit allen Farben und Themen und jongliert sie zu sicheren und stimmigen Kollektionen.

Vivienne Westwood wurde in einer mittelenglischen Kleinstadt geboren und arbeitete anfangs als Lehrerin an einer Grundschule. Da sie aus der Arbeiterschicht stammt, konnte sie sich nie ein ganzes Studium leisten und besuchte aus diesem Grund nur ein Semester lang die Harrow Art School. Ihre Leidenschaft für Model entwickelte sich bei ihr schon früh und so kam es, dass sie mit alten Kleidungsstücken experimentierte und sie zunächst in Einzelstücke zerlegte, um sie danach wieder originalgetreu zusammenzunähen. 1971 eröffnete sie die erste Boutique und später folgten die Schließung und Eröffnung anderer Läden. Heute ist sie eine feste Größe der Modeindustrie und gilt als harte Arbeiterin und strenge Kritikerin.

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