Boss ist heute eine der bekanntesten deutschen Modemarken. Doch was früher war, weiß kaum jemand.

Lange Zeit war Hugo Boss ausschließlich für Business orientierte Herrenkonfektionen bekannt. Im Jahre 2000 kamen schließlich auch die Kategorien Boss Woman und Boss Orange für Frauen hinzu. Des Weiteren findet man heute auch noch Boss Black und Boss Green in den Regalen der Boutiquen. Schuhe und Accessoires sowie in Lizenz gefertigte Brillen, Uhren, Düfte und ab 2008 auch Schmuck, runden das Sortiment ab. Hugo Boss steht für klassischen und modernen Clean Chic und eine höchst beliebte Prêt-à-porter-Marke. Doch kaum einer weiß um die sehr fragwürdige Vergangenheit des im Jahre 1923 in Deutschland gegründeten Unternehmens.

In den 1930er Jahren bestand die Unternehmensleitung, wie bei vielen deutschen Firmen der damaligen Zeit, aus bekennenden Nationalsozialisten und erhielt sogar Aufträge zur Herstellung und Lieferung von Uniformen an die SA, SS, HJ und die Wehrmacht. Das Unternehmen beschäftigte des Weiteren während dieser politisch aufgewühlten Zeit Zwangsarbeiter sowohl aus West-, als auch aus Osteuropa. Im Entnazifizierungsverfahren nach dem zweiten Weltkrieg wurde Hugo Boss schließlich als „Belasteter“ eingestuft, da Boss schon vor 1933, dem Jahre der Machtergreifung Hitlers, in die NSDAP eingetreten war und „in großem Umfang Nutznießer des Systems gewesen ist“.
Im Juni 2000 ist die Hugo Boss AG der Stiftungsinitiative der Deutschen Wirtschaft zur Entschädigung der Zwangsarbeiter beigetreten und bemüht sich um eine aufrichtige Aufarbeitung der Vergangenheit des Unternehmens.
Der Ruf der Marke ist heutzutage fast gar nicht durch die negative Vergangenheit verfärbt und genießt mit seiner qualitativ und künstlerisch anspruchsvollen Mode große Anerkennung in der Modewelt, so wird Hugo Boss auch wieder in diesem Jahr zu den Modetrends 2008 zählen.

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