Marken fallen nicht vom Himmel, sondern werden kreiert. Glaubt man zumindest den modernen Marktstrategen. Das es auch anders geht zeigt die Geschichte der schweizerischen Uhrenmarke Rolex aus dem Segment der Luxusuhren. Der Name entstand eher zufällig als spontane Eingebung des Firmengründers Hans Wilsdorf, der 1905 in London begann Schweizer Uhren der Firma Aegler SA zu importierten. Marketing im heutigen Sinn gab es zu der Zeit noch nicht, als die Rolex ihren Siegeszug um die Welt antrat und zu einer der begehrtesten Uhrenmarken überhaupt wurde. Einem Synonym gleich steht der Name für Luxus und hat selbst in den Bevölkerungskreisen einen hohen Bekanntheitsgrad, für die eine echte Rolex unerschwinglich ist. Man kennt den Namen eben. Durch Filme, Hörensagen und Werbung, obwohl letztere eher spärlich in den Massenmedien vertreten ist. Der Aufstieg zur Luxusmarke mit weltweiter Bekanntheit ist einer ebenso pfiffigen Eingebung von Wilsdorf zu verdanken. Er schenkte der Sekretärin Mercedes Gleitze 1927 eine Rolex, die sie bei der Durchschwimmung des Ärmelkanals tragen sollte. Es folgte eine Werbeanzeige auf der Titelseite einer Londoner Tageszeitung. Die technische Sensation der Wasserdichtheit unter diesen extremen Bedingungen machte den Namen Rolex schlagartig bekannt. Trotz erheblicher Verbesserungen, welche die Technik im Laufe der Zeit erfuhr, hat sich das Grunddesign seit diesen Tagen kaum verändert. Die Zeitlosigkeit, die alle Moden und Trends überstand ist eines der Erfolgsrezepte der Marke. Die Uhren der Marke Rolex haben einen hohen Wiedererkennungswert und vereinen Robustheit, Eleganz und technische Präzision in einem Produkt. Neben der ausgefeilten Technik unterstreichen Applizierungen aus Edelmetallen und -steinen die Hochwertigkeit von Rolex-Uhren und machen sie zu einer Augenweide. Nicht verwunderlich dürfte die Tatsache sein, dass Rolex-Uhren zu den meist gefälschten Produkten überhaupt gehören. So paradox es auch sein mag: Letzten Endes sind Falsifikationen immer auch unfreiwillige Werbung für das Original.

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